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29.05.2014Abraham muss seinen Sohn Isaak/Ismael nicht opfern. (Michelangelo)

Johannes Grabler
D-86444 Aulzhausen

 

An die
Bayerische und Deutsche Bischofskonferenz
   
Bischöfe: Reinhard Marx, Rainer Maria Woelki;
   
Konrad Zdarsa, Rudolf Voderholzer, Stefan Oster,
   
Gregor Maria Hanke, Ludwig Schick, Friedhelm Hofmann, ...
Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)
Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB)
Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)

 

 Ökumenisches Opferfest 
Juden-Christen-Muslime beten gemeinsam für Versöhnung & Frieden
(www.grabler.info/opferfest)

 

 

Liebe Kardinäle, Bischöfe, Pfarrer, Christen,

 

nun sind 100 Jahre vergangen seit dem 1914 der Erste Weltkrieg begann und fast 70 Jahre seit dem der Zweite Weltkrieg 1949 endete. Leider gibt es auch heute noch viel zu viele grausame Kriegsschauplätze (auch religiös begründete).

Ich glaube, wir Christen (evangelische und katholische) können und müssen in Bezug auf die Instrumentalisierung der Religionen für Krieg, Terror und Gewalt ein deutliches ökumenisch-interreligiöses Friedenszeichen setzen. - Im Land der Reformation und des 30jährigen (evangelisch-katholischen) Krieges sollte es gelingen, einen Bund der Verständigung zwischen Juden, Christen und Muslime zu schließen.

Da Juden, Christen und Muslime den gleichen einen Gott (Jahwe-Gott-Allah) anbeten, dürfen wir an dem Tag, an dem Abraham (Ibrahim) seinen Sohn (Isaak/Ismael) NICHT opfern musste, miteinander beten, zusammen feiern, uns auf unsere gemeinsamen religiösen Wurzeln besinnen und diesen Tag zu einem "Friedensfest der Religionen" machen.

Neben dem Judentum berufen sich Christentum und Islam auf Abraham als Stammvater und "Vater der vielen [Völker]". Viele Gläubige kennen die zahlreichen gemeinsamen Wurzeln der drei monotheistischen Weltreligionen gar nicht. - Wer von uns Christen weiß denn schon, warum Muslime das Opferfest (Kurban Bayrami, id ul-adha) feiern? Daher bedeutet miteinander beten auch einander besser verstehen und achten zu lernen und Gemeinsamkeiten in Tora-Bibel-Koran neu entdecken zu dürfen.

Besonders im Hinblick darauf, dass unser "Gott der Liebe" keine Opfer z. B. durch heilige oder religiöse Kriege, Selbstmordattentate usw. will, kann ein gemeinsam gefeiertes Opfer-Fest Vorbild für Religionsfrieden, Religionsfreiheit, Toleranz werden und zugleich Mahnung gegen Radikalismus, Fanatismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Fundamentalismus sein.

Ich bitte Sie, die Hand zum Frieden mit den abrahamitischen Religionen und zur ökumenischen Freundschaft auszustrecken und gemeinsame Opferfest-Gebete zu einem interreligiösen Versöhnungs- und Friedens-Zeichen werden zu lassen. Wie die Friedensgebete in Assisi (Weltgebetstreffen für den Frieden) oder der Mauer-Besuch von Papst Franziskus 2014 in Palästina/Israel/Jerusalem, der im Friedens-Gebet mit Mahmud Abbas und Shimon Peres Vatikan enden wird, können Gesten und Gebete wirken.
Es gilt uralte Mauern der
Vorurteile einzureißen, denn Jerusalem mit Klagemauer-Grabeskirche-Felsendom ist auch in Augsburg, Regensburg, München, Berlin, Rom, ... .

 

Mit freundlichen Grüßen

       Johannes Grabler

(zum 99. Deutscher Katholikentag in Regensburg: "Mit Christus Brücken bauen")

 


 

Anmerkungen:

 
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Mai 2014